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Richtwalde (Kowalewen) - kleine Chronik

Das Dorf Richtwalde

Eine kleine Chronik von Willi Waschik.

Seit 1341 bildete der Vinzentabach die Grenze zwischen Deutschland und Polen; entsprechend der Grenzfestlegung unter dem Hochmeister des deutschen Ritter-Orden, Dietrich von Altenburg (1335-1341) mit dem masowischen Herzog Ziemovit III. von Wiza. Bis 1945 war das die älteste Grenztestlegung in Europa. Richtwalde wurde im Jahr 1428 2 km nördlich von Vinzenta Bach als Freidorf mit kölmischem Recht gegründet, als Paul von Rusdorf (1422-1440) Hochmeister des deutschen Ritter-Ordens war. Richtwalde hatte in der 5l7jährigen Geschichte von 1428-1945 folgende Namen: Vinzent, Kowallöwen, Kobuleuen, Kowalewen, Richtwalde ist 1938 nach der Richtstätte im Klarheimer Wald, Heiligtum der alten Pruzzen, benannt worden. Heutiger Name Kowalewo. Richtwalde hatte bei der Gründung als Freidorf 30 Hufen Land, hatte auch Pflichten, mußte dem deutschen Ritter-Orden 2 Kriegsleute mit Hengst und Harnisch in Kriegszeiten zur Verfügung stellen. So war auch eine Landesverteidigung nach der verlorenen Schlacht von Tannenberg am 15.7.1410 möglich. In der Regierungszeit des Großen Kurfürsten Wilhelm I. von Brandenburg-Preußen (1640-1688) wurde — nach dem Tataren-Einfall 1656 und der Befreiung — in Richtwalde eine berittene Grenztruppe stationiert, um die Grenze zu überwachen. Zu diesem Zweck wurde ein Kasernengebäude errichtet, das auf dem Grundstück der Landwirte Otto Szesny und Albert Gottowik, gegenüber dem Hof von Adolf Waschik war. In dieser Kaserne wurde 1737 die erste einklassige Dorfschule eingerichtet. Richtwalde hatte Kriege und Kriegszeiten erlebt:

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Den siebenjährigen Krieg,

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1756-1763 von den Russen besetzt.

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Die napolonischen Kriege1806-1812,

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den Russen-Einfall l914 und

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den Krieg 1939-1945.

Am 21.1.1945 wurde Richtwalde evakuiert; es war eine Flucht ohne Wiederkehr.

Archive / Quellen:
Kreisgemeinschaft Johannisburg;
Johannisburger Heimatbrief 1993, Seite 116.

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Stand: 22. Juni 2018