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Eine Reise mit einem doppelten Anliegen
Einweihung der restaurierten evangelischen Kapelle in Gehlenburg
Einweihung eines Gedenksteines auf dem früheren Friedhof in Masten.

Ein Beitrag von Edeltraud Rostek, Pr. i. R.

Am 11. September 2001 rüsteten wir uns - vier Menschen aus Troisdorf bei Köln und zwei aus Heilbronn - zu einer Reise in unseren Heimatkreis. Drei von uns sind in Masten im Kreis Johannisburg geboren. In zwei Tagen, mit einer Übernachtung vor der Grenze, konnten wir die 1.300 Kilometer gut zurücklegen. Geduldig warteten Frau Michalzik, die unsere Vorhaben sehr gut organisiert hatte, und unsere Pensionswirtin „Agata° mit dem späten Nachtessen auf uns.

Zwei Anliegen bestimmten unsere Reise:

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die Einweihung der restaurierten evangelischen Kapelle in Gehlenburg und

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die Einweihung eines Gedenksteines auf dem früheren Friedhof in Masten.

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die Einweihung eines Gedenksteines auf dem früheren Friedhof in Masten

Der Sonntag stand im Zeichen der Gedenksteinfeier auf dem Friedhof in Masten. Um 14.00 Uhr waren der evangelische Pfarrer Christoph Rej aus Johannisburg und der für Masten zuständige katholische Pfarrer aus Kumilsko, erfreulich viele jetzige Bewohner aus Masten und einige Vertreter des Deutschen Vereines aus Johannisburg und Gehlenburg gekommen. Nach dem Eingangslied „Lobe den Herren" enthüllten zwei frühere Mastener den Gedenkstein. Herr Pfarrer Pissowotzki weihte ihn mit den Worten ein: „Dieser Gedenkstein sei der Erinnerung an unsere Toten geweiht. Wir befehlen unsere Entschlafenen der Gnade unseres Gottes. Gott sei uns allen ein barmherziger Richter und nehme uns auf in sein ewiges Reich." Auf dem Gedenkstein stehen in deutscher und polnischer Sprache die Worte: „Zum Gedenken an die Menschen aus Masten, die hier oder fern der Heimat in Gottes Erde ruhen`, dazu die Bibelstelle Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte." Das Wort soll von der Zuversicht der Menschen in allen schrecklichen Ereignissen am Ende des letzten Weltkrieges und auch heute zeugen. Herr Pfarrer Pissowotzki entfaltete seine kurze Ansprache von dem Wort „Friedhof" als einem Ort des Friedens aus. Gelobt wurde die leider nur polnische Rede von Herrn Pfarrer Rej. Der katholische Pfarrer aus Kumilsko fand freundliche Worte zu unserer Gedenksteinfeier und meinte zum Schluß überraschend: „In Kumilsko befindet sich ein viel größerer protestantischer Friedhof als in Masten. Man sollte doch auch auf ihm einen Gedenkstein setzen." Spontan stimmte er ein Lied mit seinen Kirchgemeindemitgliedern an, das er bei seinen Trauerfeiern singen ließ. Ein Segen und das allen bekannte Lied: „So nimm, Herr, meine Hände", schlossen die Feier ab.

Der Gedenkstein in Masten ist neben den Steinen in Misken, Drigelsdorf, Gehlenburg, Gehsen und Großdorf der sechste seiner Art in unserem Heimatkreis.

Den evangelischen Friedhof in Kumilsko mit seinem Auto zu besuchen, lud uns der katholische Pfarrer ein. Die erhabenen Bäume auf dem hohen Friedhofsberg sind aber von argem Gestrüpp unterwuchert. Ob sich die Kumilskoer um das Setzen eines Gedenksteines auf ihrem Friedhof bemühen wollen? Alle Heimatfreunde, die sich bisher für die Friedhofsgedenksteine einsetzten, sind überzeugt, daß es ihre Mühe wert war.

Der Gedenkfeier in Masten folgte wie an den anderen Orten ein Kaffeetrinken mit der dortigen Bevölkerung. Erwachsene und Kinderfreuten sich über kleine Bildkalender und Süßigkeiten. Frau Michalzik hatte sowohl die Gedenksteinfeier — die Vermittlung mit dem Steinmetzmeister Klinski, den Pfarrern und den Bewohnern Mastens — als auch das Kaffeetrinken großartig vorbereitet. Zum Abschluß des Tages besuchten wir den Johannisburger Friedhof, seine wohl neu zu gestaltende Friedhofskapelle und die am Anfang der neunziger Jahre innen und außen restaurierte einzige der evangelischen Gemeinde verbliebene Kirche im Kreis Johannisburg, in Weißuhmen.

Den Tag beendeten wir mit einer kleinen Feier der an der Vorbereitung Beteiligten, Frau Michalzik, ihrer Schwester und dem Steinmetzmeister Klinski mit seiner Frau in unserer Pension. Die mehrtägige Heimreise führte uns nach Allenstein, Tannenberg, Osterode, zu einer kurzen Fahrt auf dem Oberländer Kanal, nach Marienburg, Danzig und Zoppot.

Nach jeder Reise sagen wir: „Unser Heimatkreis und Ostpreußen sind es — trotz vieler brach liegender Felder — wert, sie zu besuchen. Wir möchten die Leser des Berichtes ermutigen: „Tun Sie es uns wohl nach!"

Quelle:
 Johannisburger Heimatbrief 2002, Seite 68-70

 
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