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Ein großer Tag für alle Gehsener

Unter großer Beteiligung wurde am 15.6.1997 auf dem ehemaligen deutschen Friedhof in Gehsen ein Gedenkstein mit der Inschrift in deutscher und polnischer Sprache eingeweiht. Die Inschrift lautete: Zum Gedenken an alle Gehsener, die hier und fern der Heimat ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Die private Initiative dazu kam von der Gehsenerin Anita Knop, geb. Rostek. Der Gedenkstein wurde von Steinmetz Klinski aus Arys gefertigt und aufgestellt.

Zu einem gemeinsamen Gottesdienst versammelten sich in der dortigen Kirche evangelische und katholische Christen. Der kath. Pfarrer Palinski begrüßte alle Anwesenden, vor allem die vielen Gehsener aus der Bundesrepublik. In seiner Ansprache betonte er, daß dieser Tag ein Tag der Versöhnung sei. Die Gehsener aus der BRD waren ergriffen, da sie ja nun nach über 50 Jahren wieder deutsche Lieder in ihrer einstigen Kirche singen durften. Im Anschluß an den Gottesdienst ging es geschlossen zur Steineinweihung auf den Friedhof. In seiner Rede zur Einweihung rief der ev. Pastor Rey aus Johannisburg zur Völkerverständigung auf.

In seiner in Deutsch gehaltenen Rede forderte er besonders die polnischen Christen auf, diesen Gedenkstein in Würde und Achtung aufzunehmen, die Erinnerungsstätte zu pflegen und mit dem Gedenken das Zusammengehörigkeitsgefühl nach Europa weiterzutragen. Diese von Blut und Tränen getränkte Erde darf nie wieder Schauplatz grausamer Auseinandersetzungen werden. Frau Anita Knop sagte in ihrer kurzen Ansprache: Auch auf diesem einsamen Friedhof wollen wir zeigen, daß wir die Unseren nicht vergessen haben und diese Ruhestätte erhalten wollen. Dieser Stein wird ein äußeres Zeichen sein für alles, was uns mit diesem Land verbindet. So denken wir an unsere Vorfahren, die dieses schöne Masuren aus einem Sumpfland geschaffen haben. Nicht nur unseren Toten soll unser Gedenken gelten, wir wollen uns auch an die Dörfer erinnern, die zum Kirchspiel Gehsen gehörten, von denen jetzt nur noch die Gräber vorhanden sind.

Beim Singen der Kirchenlieder in deutscher Sprache, besonders beim Erklingen des Ostpreußenchorals „Land der dunklen Wälder", begleitet von einem Jugendorchester aus Johannisburg, waren alle Teilnehmer sehr ergriffen und dankbar für den gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche und die eindrucksvolle Feier auf dem Friedhof. Dann ging man zu einer gemeinsamen gemütlichen Kaffeetafel im Pfarrhausgarten, wo auch reichlich selbst gebackener Kuchen vorhanden war. Hier saßen deutsche und polnische Gehsener in froher Runde zusammen, es wurden auch Kontakte geknüpft, Berührungsängste gab es nicht. Für die vielen Kinder, die natürlich mit dabei waren, gab es reichlich Süßigkeiten und Brause. Der kath. und der ev. Pfarrer waren von diesem Tag, der ganz im Zeichen der Völkerverständigung stand, tief beeindruckt. Der Initiatorin Anita Knop und dem Ehepaar Zwikla sei für diese völkerverbindenden Stunden gedankt.
 

Quelle:
 Johannisburger Heimatbrief 1998, Seite 31-32

 
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