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Babrosten / Ostpreußen

 von Waltraut Timmann, (geb. Skorzik)

Die erste Besiedlung erfolgte wahrscheinlich im 15. Jahrhundert. Ein neues Privileg mit den Namen Babrosten, der erste Name ist nicht genau bekannt, gab es 1538. Es bekamen Maciej und Marcin (Matthias und Martin) aus Drygallen und Stanko und Marcin (Stanislaus und Martin) aus Königsberg dort 4 Hufen und 15 Morgen mit Magdeburger Rechten.

Vor der Großen Pest (1709/1710) hatte Babrosten 20 Hufen, davon waren 2 Hufen an Gutten abgegeben, 7 Hufen 15 Morgen "unurbares Land, welches nicht können genutzet werden", 10 Hufen 15 Morgen die vorher mit 9 "Paure besezet gewesen, voritzo sindt nur 5 Pauren als besezet, welche 5 Huben 25 Morgen unter sich vertheilet, jeder 1 Hube 5 Morgen. 4 Huben 20 Morgen sind ganz wüste."

Als Abgabe mußten sie Getreide zum Vorwerk Lupken und Holz zu des Amtes Nothdurft im Wert von 37 Mark und 20 Schilling liefern. Die Namen waren: Macek Kotcik, Jacob Lisack, Maczk Kolczik, Jakob Sawadtik und Maczk Olsiewski.

Bei der Großen Pest 1709/1710 wurden in Babrosten 5 Häuser infiziert und 27 Personen starben.

1718 heißt es im General-Hufen-Schoß: Babrosten, ein Schultzen-Ambt, dasselbe lieget gantz wüste und unbebauet . . .

Aus den Kirchenbüchern geht hervor, daß seit 1727 die Familie Czwikla dort ansässig war. Sie nannten sich "Königliche Bauern". Vermutlich, weil sie auf Geheiß des Königs Friedrich Wilhelm dort siedeln konnten.

1775 gab es laut Aufstellung der Kruppaschen Mühle 8 Wirte, 8 Wirtinnen, 8 Söhne über 12 Jahre, 2 Töchter über 12 Jahre, 7 Knechte und Mägde über 12 Jahre und 16 Kinder unter 12 Jahren. Davon waren namentlich bekannt als Amts-Bauern: Jann Czwikla, Michel Czwikla, Jacob Grenda und Paul Czwikla. Außerdem Andr. Sobotka und Paul Olsiewski, welche mit Michael und Jann Czwikla erblichen Wiesenzins zu zahlen hatten. Dieser erbliche Wiesenzins wurde bezahlt für den 1768 trockengelegten Pissawoda-Bruch, der an die umliegenden Dörfer zur Verteilung kam. So bekamen: Die Gebrüder Michel und Jan Czwikla 5 Morgen, 162 Ruthen; Jan Czwikla 1 Morgen, 284 Ruthen; Andreas Sobotka und Paul Olschewski 1 Morgen, 17 Ruthen; Michel Czwikla 1 Morgen, 208 Ruthen.

Zusarnmen: 10 Morgen, 71 Ruthen, alles im Oletzkischem Maß. Privileg und Verschreibung wurde mit Datum vom 1. Febr. 1775 erteilt.

1825 erstanden die Babroster Bauern Jan Salloch, Paul Czwikla sen., Martin Konradt, Adam Czwikla sen., Paul Czwikla jun., Wilhelm Czwikla, Adam Czwikla jun., Xstian Grenda und Mathias Mrotzek mit dem Amtmann Gottfried Albrecht Crueger aus Lupken gemeinsam auf einer Lizitationsverhandlung (Versteigerung) 352 Morgen, 165 Ruthen des Forstgrundstückes Abschnitt V des Reviers Mönchsheide mit dem darauf befindlichen Holz zum Preis von 200 Reichstalern. Geschrieben den 24. Februar 1827 zu Gumbinnen. Genehmigt am 18. Oktober 1892 zu Gumbinnen.

Eine Schule gab es in Babrosten, gemeinsam mit der Kol. Lupken seit 1826, 1935 unterrichtete ein Lehrer eine Klasse mit 56 Kindern. Der letzte Lehrer hieß Palloks. Er war, von 1933 bis 1945 im Amt. Seine Vorgänger waren von 1930 bis 1933 Lehrer Liedmann, davor Lehrer Plenio.

Es gab in Babrosten, wie in allen anderen Dörfern auch, einen Friedhof, auf dem auch Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg ihre Ruhestätte fanden. Zu erwähnen sei noch, daß wir, die wir in den Kriegswirren von der Flucht nach Babrosten zurückgekehrt waren, die Altbäuerin Marle Czwikla, im März 1945 zu Hause verstorben, in ihrem heimatlichen Garten beerdigt haben.

Quelle:
+Waltraut Timmann, geb. Skorzik, früher Gutten / Johannisburg,
veröffentlicht in: Johannisburger Heimatbrief 1989, Seite 48-49

weitere Informationen:
Johannisburger Heimatbrief 1989, Seite 49-51
;
E. Guttzeit: Der Kreis Johannisburg, Holzner Verlag Würzburg, 1964,
Seite 25, 129, 136, 257, 263, 372, 384

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