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Geschichte von Bialla (Gehlenburg)
Kr. Johannisburg

Bialla (Gehlenburg, polnisch: Biala Piska, Kr. Johannisburg / ab 1905 Rbz. Allenstein). Auf einem schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelten Gelände wurde Bialla (vor Mitte des 17. Jh. Gayle, Gelau, Gehlen genannt) von dem Komtur zu Balga und Vogt von Natangen Jobst v. Strupperg als Zins- und Scharwerksdorf gegründet. Die Urkunde ist am 9. Oktober 1428 ausgestellt. Die günstige Lage des Ortes zur polnischen Grenze scheint schon Anfang des 16. Jh. die Einrichtung von Wochenmärkten gefördert zu haben. Um 1650 wird Bialla in einer Urkunde als »Flecken« bezeichnet. Obwohl der Ort in der 1. Hälfte des 17. Jh. von Einfällen der Polen heimgesucht wurde, machten Besiedlung und Wirtschaft des Dorfes stetige Fortschritte, bis der Raubzug der Tataren 1656 / 1657 diesen Aufstieg unterbrach. Der ganze Ort wurde niedergebrannt, Hunderte von Bewohnern wurden getötet oder in die Gefangenschaft geschleppt. Ein neues Unglück brachten die Pestjahre 1708 bis  1710. Dann folgten 80 Jahre friedlicher Entwicklung. König Friedrich Wilhelm I. verlieh am 26. März 1722 dem Marktflecken Stadtrechte unter Zusicherung von Baufreiheiten und Lieferung von Baumaterialien. Der Zuzug zahlreicher Handwerker trug zum Aufstieg bei, der während der Besetzung des Ortes durch russische Truppen im siebenjährigen  Kriege ( 1756 - 1763 ) nicht wesentlich beeinträchtigt wurde. 1782 hatte Bialla fast 800 Einwohner. Eine besondere Förderung erfuhr diese Entwicklung in den letzten Jahren des 18. Jh., als der Verkehr mit Neuostpreußen einsetzte und die Einrichtung verschiedener Industrien einleitete. Den Jahren des Aufstiegs folgten Zeiten des Stillstandes und Rückschritts. In den Kriegsjahren 1806 / 1807 erreichte die Not ihren Höhepunkt, als nach der Schlacht bei Friedland (Kr. Bartenstein / Ostpr.) Franzosen und Polen einrückten und der Stadt schwere Requisitionen auferlegten. Nach dem Friedensschluss verlor die Stadt eine ihrer besten Einnahmequellen, den Handel mit Polen. Am 1. Januar 1823 wurde die polnische Grenze für den vorher üblichen freien Grenzverkehr gesperrt. Von großer wirtschlicher Bedeutung war 1885 der Anschluss an die Eisenbahn Johannisburg-Lyck. Die günstige Entwicklung hielt nicht lange an.

Zweimal wurde die Stadt im ersten Weltkriege von russischen Truppen besetzt und völlig ausgeplündert. Schon nach dem Siege in der »Winterschlacht« (7.-21. Februar 1915 ) begannen die Bewohner mit dem Wiederaufbau. Bei der Abstimmung am 11. Juli 1920 wurden nur Stimmen für Deutschland abgegeben. 1925 zählte Bialla 2.228 Einwohner. 1938 wurde der Name in Gehlenburg geändert.
 

Quellen:
Wappen: Johannisburger Heimatbrief 1999, Seite 126; 
Text: Handbuch der historischen Stätten Ost- und Westpreußen, 
Kröner Verlag, 1966-1981, Seite 17

 
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