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Johannisburg in Ostpreußen

 
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In Zusammenhang mit der Veröffentlichung zum Thema "Auflösung des Archivs der KG Johannisburg" haben mich auch allgemeine Fragen zu diesem Thema erreicht, die ich mit meinen Antworten nachfolgend gerne veröffentlichen will:

Sie wissen sicherlich, daß Sie gegen Ihren "Ausschluß" aller Wahrscheinlichkeit rechtliche Schritte einleiten können.

Das ist richtig. Entsprechende Überlegungen wurden auch meinerseits angestellt. Jedoch bin ich zu der Erkenntnis gelangt, daß dies unter den derzeitigen Umständen nur Frust einbringt und Zeit kostet, die ich sinnvoller verbringen kann.

Eine Weiterarbeit für die KG Johannisburg ist aus meiner Sicht nur sinnvoll wenn der Restvorstand nach einer Neuwahl im nächsten Jahr nicht mehr im Amt ist.

Nur ob dann noch was zu retten ist, ist fraglich ...


Warum stellt eigentlich niemand einen Strafantrag, wenn der Vorstand der KG nachweislich zum Nachteil des Vereins handelt?

Diese Überlegung habe ich schon ernsthaft erwogen. (siehe Anlage, Seite 23, vorletzter Absatz).
Soweit ist diese Sache aber noch nicht gediehen. Hier kommt es auf die nächsten Maßnahmen der KG Johannisburg gegen mich an.


Auch bin ich mir nicht schlüssig, ob etwa deutsches Kulturgut ohne  Genehmigung nach Polen gegeben werden darf.

Ob es sich hier um Kulturgut in rechtlichem Sinne handelt, ist eine gute Diskussion wert.

Solenski argumentiert ja schlitzohriger Weise damit, daß es sich hier "nur um Kopien" handelt. Der Großteil des Archivbestandes besteht leider nur aus Kopien. Und wir sind ja froh, daß wir überhaupt an Kopien von (privaten) Archivalien gekommen sind ...
 

Das Archiv soll nun also an die polnischen Stellen gehen? Wissen Sie Näheres darüber?

Die Gründe für die Verlagerung sind in folgendem Umstand zu sehen:

Kreisvertreter Solenski hat im letzten Herbst Kontakte zum Bürgermeister und Landrat von Stadt und Kreis Pisz (früher Johannisburg / Ostpreußen) aufgebaut und sich über diese Kontakte im seinem Grußwort http://www.schuka.net/OT/KGJo/ lobend geäußert. Er beabsichtigt ferner, Verträge mit der Stadt und dem Kreis Pisz abzuschließen (allgemeines Thema "Völkerverständigung").
Das Archiv soll vermutlich wohl das "Geschenk" in diesem Zusammenhang sein.

Für mich ist diese Vorgehensweise unter folgenden Gründen pervers:
- Unsere Vorfahren haben diese Dinge unter Mühen aus der alten Heimat gerettet und an das Archiv übergeben mit der Hoffnung, daß diese Dinge dort erhalten bleiben und damit auch an Flucht und Vertreibung erinnern.
Nun werden diese Dinge wieder "zurück nach Johannisburg" gebracht, damit die Polen dann gemäß ihrem Geschichtsbild dort nur das das ausstellen, was denen paßt und den Rest entsorgen.
- Kreisvertreter Solenski ist gebürtig aus Drigallen/Drygallen, Kreis Johannisburg!

Ich bin zwar Nachkriegskind, aber ich würde nie auf so eine schizophrene Idee  kommen ...
 

Wie kann man dieses Drama aufhalten?

hier hilft - hoffentlich - nur massiver Protest an die beteiligten Narren.
Siehe: http://www.schuka.net/OT/KGJo/Archiv
Beschwerden über die Auflösung sind zu richten an die KG Johannisburg
Siehe: www.kreis-johannisburg.de/Kreisgemeinschaft/Kontakte.htm


Man könnte dann nach Johannisburg fahren und dort deutsche Geschichte erfahren ...

Das ist leider ein Wunschtraum. Es gibt in Johannisburg einige kompetente Leute die sich dieses Themas annehmen könnten. Ich kenne persönlich 3 von Ihnen. Alle sind prima Menschen, mit denen ich sogar ein Bier - sorry, in diesem Falle einen polnischen Tee - trinke, aber ...

Der erste war Leiter des Museums im alten Rathaus am Markt. Er beherrscht perfekt die deutsche Sprache und hat auch schon in Zusammenarbeit mit der KG Johannisburg Ausstellungen organisiert. Problem dabei ist die politische Einstellung, nicht so sehr seine, sondern die seiner Vorgesetzten. Diese nehmen ganz erheblich Einfluß auf das Museum. Dort sind polnisch-kritische Geschichtsteile absolut unerwünscht, auch wenn diese der Wahrheit entsprechen.

Der zweite ist ein polnischer Historiker, als Nachfolger von Person 1. Dieser ist ein guter Mann, schreibt Bücher über die Geschichte (auch vor 1945) des Kreises Johannisburg. Er spricht leider kein Wort deutsch, Person 1 fungierte immer als Dolmetscher. Daher sind folgedessen seine Bücher auch nur in polischer Sprache. Die Artikel darin behandeln aber nur politisch-neutrale Themen ...

Die dritte Person könnte man als Laien-Historiker bezeichnen. Diese hat als Privatmann sehr starkes geschichtliches Interesse am Kreis Johannisburg. Leider kann ich mich mit ihm auch nur mit Dolmetscher unterhalten, selbst Englisch hilft hier nicht weiter. Er hat das alte Gebäude der Landwirtschaftlichen Genossenschaft in Johannisburg wieder hergerichtet. Vermutlich soll dies - getragen durch die bereits erwähnte Stiftung - als neuer Standort dienen.

Der Deutsche Verein Rosch hat seinen neuen Sitz genau gegenüber - aber ob eine wirkliche Unterstützung von dort geschehen kann ist fraglich, da der Vorstand des deutschen Vereins sich ebenfalls in den Haaren liegt.

So proper sind also die Aussichten nicht.
 

Wenn ich richtig sehe, stört es Sie, daß die Heimatstube an das Ostpreußische Landesmuseum abgegeben wurde ... Ist das nicht eine recht gute Lösung, denn da bleibt sie im Lande, ist gesichert und für uns alle +/- zugänglich ?!

Wenn es so denn wäre, wäre ja fast alles gut ... Nein, mich stört, daß das Ostpreußische Landemuseum in diesem Fall Rosinenpickerei betrieben hat. Die haben sich die besten Sachen rausgesucht und den Rest ignoriert. Dieser wurde vorübergehend von der KG Johannisburg in Unewatt (SH) eingelagert und wartet jetzt "auf weitere Verwendung".

Ähnliche Probleme gibt es mit Ellingen. Die wollen nur Originale haben. Kopien interessieren die nicht. - Und wir sind ja froh, daß wir überhaupt an Kopien von (privaten) Archivalien gekommen sind ...

Auf die Art und weise werden mühselig gesammelte Bestände wieder in der Welt verstreut - oder wie jemand anders es bitter formulierte: "als Futter für die Müllverbrennungsanlagen" genutzt ...

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Stand: 09. Oktober 2017